KIvestor Erfahrungen: Abzocke oder seriös?
Hinter dem KI-Marketing steckt ein simpler Sparplan – zu Preisen, die kein Robo-Advisor verlangen würde.
Wir haben KIvestor vier Wochen getestet und 5.000 Euro per Sparplan investiert. Die App ist nett gestaltet, doch der Kern ist ein Standard-ETF-Portfolio aus MSCI World, Emerging Markets und Anleihen. Wer hinter dem Namen eine KI erwartet, die eigenständig Märkte analysiert, wird beim Blick ins Produkt schnell ernüchtert.
Was KIvestor ist – und was nicht
Hinter KIvestor steckt keine künstliche Intelligenz, die Märkte schlägt. Es ist ein Robo-Advisor mit festem ETF-Mix; die „KI“ beschränkt sich im Wesentlichen auf das Rebalancing – und genau das bieten nahezu alle Robo-Advisor. Der Unterschied liegt also nicht in der Technologie, sondern im Preis.
Die Kostenfalle
49 Euro monatlich plus 0,8 Prozent p.a. Vermögensverwaltung. Bei 50.000 Euro summieren sich daraus 49 + 33 = 82 Euro pro Monat. Klassische Robo-Advisor wie Scalable, Trade Republic oder VisualVest kosten 0,1 bis 0,5 Prozent p.a. ohne Monatsgebühr – unterm Strich bleibt KIvestor damit deutlich teurer, ohne einen erkennbaren Mehrwert zu liefern.
- Warnsignale
- KI-Marketing für Standard-Produkt, Monatsgebühr + Vermögensgebühr, Kündigung nur per Post
- Alternativen
- Scalable Capital, Trade Republic, VisualVest
Häufige Fragen
Ist KIvestor Abzocke?
Die Gebührenpraxis und die Kündigungs-Hürden sind unseriös, auch wenn ein reales Produkt dahintersteht. Von einem klaren Betrugsfall sind wir dennoch entfernt.
Was kostet KIvestor wirklich?
49 Euro monatlich plus 0,8 Prozent p.a. auf das verwaltete Vermögen – zusammen deutlich teurer als klassische Robo-Advisor mit vergleichbarem ETF-Portfolio.
Wie kündigt man?
Nur per Brief oder Post – eine Online-Kündigung ist nicht möglich. Das ist ein unnötiger Zusatzaufwand, der Kunden binden soll.
Über den Autor
Bernd Hammer prüft Anbieter aus Finanzen, KI und Krypto – unabhängig und ohne Provisionen.